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Pastoralraum Muri AG und Umgebung
News Pastoralraum
News Vom 24. Juni 2026

Zur Verabschiedung von Karl Scholz

Lieber Karl

Es freut mich, dass ich zu Deinem Abschiedsgottesdienst in der Klosterkirche ein paar persönliche und würdige Dankesworte an Dich richten durfte. Der Ort der Verabschiedung ist zentral und äusserst gut gewählt. Die Klosterkirche ist das markanteste und bedeutendste Baudenkmal, aber auch die Kirche mit grösster Strahlkraft in unserem Pastoralraum. Und in der sehr tiefgründigen Geschichte rund um das Kloster Muri gibt es einen Selig gesprochen Karl. Wenn das keine gute Erinnerung ist, für deine Verabschiedung und nächste Zukunft? Vor gut drei Jahren durften wir zusammen in der Pfarrkirche Muri den Einsetzungsgottesdienst miteinander feiern. Ein thematischer Grundsatz war unter anderem «gekommen um zu bleiben». Wenn sich die Situationen ändern, können sich auch Grundsätze ändern. So ist das Leben. In Deiner Zeit als Pastoralraumleiter von Februar 2023 oder dem Einsetzungsgottesdienst vom 5. März 2023 bis heute ist viel passiert. Vieles haben wir leider nie zusammen gemacht. Nie gingen wir zusammen in die Natur Gottes und haben zusammen die schönsten Bilder bestaunt und sie fotografisch festgehalten. Nie gingen wir zusammen auf eine Fuss-Wallfahrt und haben uns sportlich gefordert.

Aber vieles haben wir gemeinsam gemacht, vieles hast Du bewirkt und uns mitgegeben. Viel Energie hast Du mit uns gebraucht - viel Energie hast Du uns gegeben. Vom Anfang an Deiner Tätigkeit in unserem Pastoralraum hast Du den Begriff «von Herzen oder herzlichst» stark geprägt, vieles kommt heute von Herzen! Wichtig war Dir immer die Kraft der Stille - umso mehr freut es mich, dass Du in Deinem Verabschiedungstext im Lichtblick zum Titel «Der Klang bleibt» geschrieben hast. Das Pastoralraum-Konzil und die Standortumfrage war ein grosser Kraftakt von Dir! Du hast allen Pfarreiangehörigen in unserem Pastoralraum die Möglichkeit gegeben, sich zu äussern. Ich bin überzeugt, die Ergebnisse von diesem Konzil, nennen wir es «Karl-Konzil», schwingt noch lange in unseren Pastoralraum hinein. Deine Bereitschaft zum Aushalten und Ruhe bewahren, damit die Seelsorge auch in unangenehmen Situationen funktioniert, haben mich immer beeindruckt. Das hast Du in Deiner Einsetzungs-Gottesdienst-Predigt schön zum Ausdruck gebracht: «Alle Menschen haben Ecken, Risse und Kanten. Diese sollte man nicht verstecken, denn genau um diese Werte gehe es. Wir wollen die Stärken, aber auch die Schwächen zusammenlegen und daraus etwas Schönes entstehen lassen. Es sei wie mit einem nicht ganz runden Wagenrad. Es fährt, auch wenn es rumpelt.» Etwas vom Schönsten, was Du mir persönlich mitgegeben hast, sind Deine differenzierten und zum Teil philosophischen Texte. Auch wenn sie nicht immer geeignet waren für eine klassische Predigt, oder auch wenn sie auf Deine ZEN-Tätigkeit verweisen, die Texte haben mich vielmals sehr berührt. So im Speziellen der Text «Menschen sind wie Blätter» vom 6.11.2025.


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