Editorial
Erntedank: Gemeinsam danken, teilen und füreinander sorgen
Das Erntedankfest lädt uns ein, innezuhalten und dankbar zu sein. Wir leben in einer Zeit, in der vieles selbstverständlich geworden ist: Brot auf dem Tisch, sauberes Wasser, ein Zuhause, Arbeit, Gesundheit, Familie und Freunde. Doch hinter all diesen Dingen stehen Menschen, die arbeiten, und vor allem Gottes Schöpfung, die uns trägt. Der Psalmist betet: „Du krönst das Jahr mit deiner Güte“ (Ps 65,12). Erntedank erinnert uns daran: Unser Leben ist nicht nur das Ergebnis unserer eigenen Leistung. Vieles ist uns geschenkt.
Gleichzeitig schauen wir an diesem Fest über unseren eigenen Tellerrand hinaus. In vielen Teilen der Welt leiden Menschen unter Hunger, Krieg, Armut, Flucht und Naturkatastrophen. Während manche im Überfluss leben, fehlt anderen das Nötigste zum Leben. Auch in unserer Gesellschaft gibt es Menschen, die sich einsam fühlen, unter finanziellen Sorgen leiden oder keinen Menschen haben, mit dem sie ihre Freude und ihre Sorgen teilen können. Erntedank darf deshalb nicht nur ein Fest des Dankens, sondern auch ein Fest des Teilens sein.
Jesus sagt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ (Mk 6,37). Diese Worte richten sich auch heute an uns. Wir können die großen Probleme der Welt nicht allein lösen, aber wir können dort anfangen, wo wir leben: beim Nachbarn, in der Familie, in der Gemeinde, am Arbeitsplatz und bei Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Ein freundliches Wort, ein offenes Ohr, eine Einladung zum Essen oder konkrete Unterstützung können für einen anderen Menschen zu einem Zeichen der Hoffnung werden.
Auch unser persönliches Leben ist wie ein Acker. Es gibt Zeiten des Säens, des Wartens und des Erntens. Manche Träume gehen auf, andere brauchen Geduld. Manche Beziehungen tragen reiche Früchte, andere sind durch Enttäuschungen und Konflikte belastet. Der Apostel Paulus schreibt: „Was der Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal 6,7). Deshalb lohnt es sich, Liebe, Vertrauen, Geduld und Vergebung zu säen. Wer Frieden sät, kann Frieden ernten; wer Liebe schenkt, verändert die Welt im Kleinen.
Ein altes Sprichwort sagt: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Das gilt besonders für Erntedank. Eine Ernte wird wertvoller, wenn sie nicht nur unseren eigenen Tisch füllt, sondern auch anderen zugutekommt. Jesus selbst erinnert uns daran, dass unser Umgang miteinander ein wesentlicher Ausdruck unseres Glaubens ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mk 12,31).
Erntedank ist deshalb eine Einladung zu einer Haltung der Dankbarkeit. Dankbar sein für das, was wir haben. Teilen mit denen, die weniger haben. Sorge tragen für Menschen, die uns brauchen. Und Verantwortung übernehmen für Gottes Schöpfung.
Vielleicht ist heute die wichtigste Frage nicht: „Was habe ich geerntet?“, sondern: „Was kann ich mit meiner Ernte für andere tun?“
Wenn wir so leben, wird Erntedank mehr als ein schöner Gottesdienst. Es wird zu einer Lebenshaltung: danken, teilen und füreinander sorgen. Denn wo Menschen miteinander teilen, wächst Gemeinschaft – und wo Gemeinschaft wächst, wird Gottes Liebe sichtbar.
Kaplan Biju Scaria
Einblicke in die Zukunft des Pastoralraumes
In den letzten Monaten wurden viele Themen abgeschlossen und gleichzeitig auch angestossen, damit der neue Weg auch beschritten werden kann.
Julius Dsouza nimmt nun seine Rolle als Leitender Priester und damit die Position Leitung ad interim an. Im kommenden Jahr wird sich der Pastoralraum Muri AG und Umgebung
fokussiert dem Blick in die Zukunft widmen.
Pastoralteam
Bewusst wurde aus dem Seelsorgeteam ein Pastoralteam aufgebaut. Denn es ist das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Bereiche notwendig, damit eine gemeinsame Struktur
wachsen kann. Auch wenn sich Teile der Gruppe gesondert zusammensetzen, um die eigenen Schwerpunkte wie z.B. Seelsorge oder Katechese sinnvoll weiterzuentwickeln, so ist
das Pastoralteam dazu gedacht, alles wieder miteinander zu bündeln, um eine wertvolle Arbeit leisten zu können.
So ist auch der Grundgedanke entstanden, die sechs Pfarreien in Verantwortungsbereiche aufzuteilen. Hierzu wurden den sechs Pfarreien jeweils Julius Dzousa oder Jessica Zemp
zugeordnet und bilden zusammen mit einem weiteren Mitglied des Pastoralteams ein Tandem, welches sich vor Ort bei den Pfarreien mit den Bedürfnissen auseinandersetzt.
Verantwortungsaufteilung in den Pfarreien
Pfarrei Beinwil:
Jessica Zemp und Steven Lardelli
Pfarrei Aristau:
Julius Dsouza und Irena Bobas
Pfarrei Merenschwand:
Julius Dsouza und Andreas Biermann
Pfarrei Boswil:
Jessica Zemp und Biju Scaria
Pfarrei Bünzen:
Jessica Zemp und Barbara Rey
Pfarrei Muri:
Julius Dsouza unter Einbezug des Pastoralteams je nach Themenschwerpunkt.
| Datum | Uhrzeit | Ort | Titel |
|---|---|---|---|
| Mi., 26. August 2026 | 09:00 Uhr | Boswil, Martinskapelle | Eucharistiefeier (J. Dsouza) |
| Mi., 26. August 2026 | 10:00 Uhr | Muri, Alterswohnheim St. Martin | Ref. Gottesdienst (M. Rahn) |
| Mi., 26. August 2026 | 14:00 Uhr | Muri | Anbetungsstunde |
| Mi., 26. August 2026 | 17:00 Uhr | Beinwil (Freiamt) | Rosenkranz |
| Do., 27. August 2026 | 07:45 Uhr | Boswil | Schülergottesdienst (S. Lardelli) |
| Do., 27. August 2026 | 09:00 Uhr | Beinwil (Freiamt) | Eucharistiefeier (J. Dsouza) |
Galerie des Pastoralraumes Muri AG und Umgebung