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Pastoralraum Muri AG und Umgebung
News Pastoralraum
News Vom 17. Juni 2026

Ökumenischer Religionsunterricht

Gemeinsam lernen im Zeichen der Ökumene

Im Pastoralraum Muri und Umgebung wurde in enger Kooperation mit der Reformierten Kirchgemeinde Muri/Sins im vergangenen Schuljahr ein wegweisendes Pilotprojekt gestartet: der ökumenische Religionsunterricht an den Schulen in Buttwil, Benzenschwil, Beinwil und Aristau. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher christlicher Konfessionen gemeinsam zu unterrichten und ihnen einen Raum für Austausch über Glauben, Werte und ethische Fragen zu eröffnen.

Das Projekt setzte ein klares Zeichen für einen integrativen und dialogorientierten Religionsunterricht. Getragen wurde es von engagierten Religionslehrpersonen, die die ökumenische Idee nicht nur theoretisch vertreten, sondern im Unterricht aktiv leben. Über anderthalb Jahre hinweg bereitete sich das Projektteam – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Pastoralraums Muri AG und Umgebung, des Pastoralraums Oberes Freiamt sowie der Reformierten Kirchgemeinde Muri/Sins – intensiv auf die Umsetzung vor.

Mit grossem Engagement und in enger Zusammenarbeit wurde das neue Modell in allen Unterrichtsstufen der Unter- und Mittelstufe eingeführt. Damit wurde im Kanton Aargau Neuland betreten, da es bisher kaum vergleichbare Ansätze eines durchgehend konfessionsverbindenden Religionsunterrichts gab.

Heute dürfen wir mit Freude feststellen: Das Pilotprojekt ist erfolgreich abgeschlossen. Die Rückmeldungen aus Schulen, von Lehrpersonen sowie von Schülerinnen und Schülern sind durchwegs positiv. Der ökumenische Religionsunterricht hat gezeigt, dass es möglich ist, konfessionelle Unterschiede respektvoll zu thematisieren und gleichzeitig das Gemeinsame in den Mittelpunkt zu stellen. Kinder und Jugendliche erleben, dass der christliche Glaube – trotz verschiedener Traditionen – viele verbindende Elemente besitzt.

Auf dieser Grundlage folgt nun der nächste wichtige Schritt: Ab August wird der ökumenische Religionsunterricht im gesamten Pastoralraum Muri und Umgebung eingeführt. Damit wird das erfolgreiche Modell weitergeführt und nachhaltig verankert.

Für die Religionslehrpersonen bedeutet dies eine spannende Weiterentwicklung ihrer Arbeit. Neben dem pädagogischen Auftrag sehen sie darin auch eine persönliche Berufung: junge Menschen in ihrer religiösen Identität zu begleiten, ihnen Orientierung zu geben und sie zu einem respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Glaubenshaltungen zu befähigen. Der ökumenische Ansatz eröffnet dabei neue Möglichkeiten, Inhalte lebensnah, vielfältig und inklusiv zu gestalten.

Auch organisatorisch bringt das Modell klare Vorteile. Durch die Bündelung der Ressourcen können insbesondere kleinere Schulen profitieren. Lehrpersonen arbeiten enger zusammen, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln den Unterricht gemeinsam weiter – zum Wohl der Kinder und Jugendlichen.