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Pastoralraum Muri AG und Umgebung
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News Vom 31. Mai 2022

Sechs Stunden bis St. Goar

Der heilige Goar, Glasmalerei in der Stiftskirche zu Sankt Goar, um 1460Rolf Kranz

Wussten Sie, dass man bis Sankt Goar sechs Stunden und 16 Minuten zu fahren und viermal umzusteigen hat? Vielleicht wussten Sie es, weil Sie dem Murianer Kirchenpatron schon einmal einen Besuch abgestattet haben. Das kann man nämlich; der heilige Goar hat ja eine Adresse: Sein Grab befindet sich in der Stiftskirche Sankt Goar, mitten in der Stadt Sankt Goar, direkt am Marktplatz. Sechs Stunden und 16 Minuten das heisst konkret: 8.39 Uhr ab Muri und dann über Olten, Basel, Mannheim und Koblenz nach Sankt Goar. Ankunft um 14.55 Uhr.

Unweit der Loreley - Die Stadt Sankt Goar liegt am Mittelrhein, unweit des weltbekannten Felsens Loreley und eine gute halbe Autostunde vom deutschen Koblenz entfernt. Die Distanz zwischen Muri und Sankt Goar misst etwa 450 Kilometer.

Heute evangelisch - Sankt Goars Zuhause, die ehemalige Stiftskirche, hat einiges zu bieten: Eine Krypta aus dem 11. Jahrhundert (der Krypta der Murianer Klosterkirche ganz ähnlich, nur grösser), einen spätromanischen Chor und ein gotisches Kirchenschiff. Heute ist die Stiftskirche ein evangelisches Gotteshaus, ihre katholische Vergangenheit ist ihr aber unverkennbar anzusehen.

Ein gastfreundlicher Einsiedler - Über das Leben des heiligen Goars ist kaum etwas bekannt. Auch in der Stiftskirche ist nicht viel davon zu erfahren. Er soll im 6. Jahrhundert gelebt haben und ursprünglich aus Südwestfrankreich stammen. Weil er die Einsamkeit habe suchen suchen wollen, sei er an den Rhein gezogen. Ob er diese dann auch gefunden hat, ist aber nicht ganz klar. Goar wird nämlich grosse Gastfreundschaft nachgesagt. Sie habe insbesondere den Rheinschiffern gegolten.

Besucher willkommen - Am 6. Juli ist Goarstag. Das Goar-Patrozinium wäre eigentlich ein Grund, den heiligen Goar, in Sankt Goar, aufzusuchen. Irgendwann einmal. Er würde sich wahrscheinlich freuen, denn seit sein Zuhause evangelisch ist, erhält er deutlich weniger Besuch. Die einst blühende Wallfahrt zu Sankt Goar ist verschwunden. Murianerinnen und Murianer wären daher sehr willkommen.

Urs Zimmermann


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